Lavabo mit Tritthocker und gelbem Kinderhandtuch vor einem regennassen Fenster mit Herbstblättern, daneben Gummistiefel

Händewaschen in der Erkältungszeit: Routinen, die Kinder wirklich mitmachen

5 Montessori-Prinzipien für den Alltag zuhause Du liest Händewaschen in der Erkältungszeit: Routinen, die Kinder wirklich mitmachen 4 Minuten Weiter Geschenkideen für 2-Jährige: Was zum 2. Geburtstag wirklich ankommt

Der Herbst bringt die Schnupfennasen zurück

Draussen wird es kühler, drinnen wird es enger, und irgendwo dazwischen taucht die erste Erkältung der Saison auf. Meistens beim Kind, oft kurz danach bei dir. Das ist in der Schweiz jedes Jahr dasselbe Muster, sobald der Herbst beginnt: mehr Zeit drinnen, mehr Kontakt in Kita und Kindergarten, mehr Taschentücher.

Wir versprechen an dieser Stelle nichts, was wir nicht belegen können. Händewaschen verhindert keine Erkältung. Aber es gehört zu den einfachsten Hygienegewohnheiten überhaupt, gerade jetzt, wo ohnehin öfter geschnäuzt und geniest wird. Die Frage ist weniger, ob Händewaschen sinnvoll ist, das ist es ohnehin schon das ganze Jahr, sondern wie es im Herbst zu einer Routine wird, die dein Kind auch dann noch mitmacht, wenn du nicht jedes Mal daneben stehst.

Die Momente, die im Alltag zählen

Statt eines starren Zeitplans hilft es, sich an wiederkehrende Momente zu halten, an denen Händewaschen ohnehin naheliegt. Im Herbst kommen ein paar dazu, die im Sommer weniger präsent sind.

Nach draussen: nach dem Spielplatz, nach dem Schulweg, nach dem Zeit-im-Garten-Verbringen, sobald ihr wieder drinnen seid.

Vor dem Essen: das gilt das ganze Jahr, wird im Herbst aber öfter zum ersten Anlass des Tages, weil drinnen mehr gegessen wird.

Nach dem Naseputzen: gerade in dieser Saison der naheliegendste neue Moment, oft der, an den man selbst als Erwachsener am wenigsten denkt.

Vier, fünf solcher Momente reichen. Mehr braucht es nicht, und ein zu dichter Plan hält ohnehin niemand durch, weder du noch dein Kind.

Warum Routine mehr bringt als Erinnern

Der Unterschied zwischen „Wasch dir die Hände" und einer echten Routine ist, dass Erinnern irgendwann aufhört zu funktionieren, während eine Routine von allein läuft. Wir haben das schon in unserem Artikel „Wie Kinder das Händewaschen selbstständig lernen" beschrieben: Ein Ablauf, der immer gleich abläuft, wird zur Gewohnheit, ohne dass du jedes Mal daran erinnern musst.

Im Herbst zahlt sich das doppelt aus, weil die Zahl der Wasch-Momente zunimmt. Wenn dein Kind den Ablauf schon kennt, zum Lavabo gehen, Hände hinhalten, abtrocknen, ist ein zusätzlicher Moment nach dem Naseputzen keine neue Verhandlung, sondern einfach ein weiteres Mal derselbe Handgriff.

Wenn die ganze Familie gleichzeitig schnupft

In der Kita, im Kindergarten oder daheim, wenn ein Kind erkältet ist, wäscht sich die ganze Familie öfter die Hände. Das ist der Alltag in den Wochen, in denen ohnehin schon alle geschwächt sind, müde, mit wenig Geduld für Diskussionen am Lavabo. Genau dann macht es einen Unterschied, ob der Ablauf für dein Kind schon eingespielt ist oder ob du zusätzlich noch erklären und motivieren musst.

Wer das Bad schon in ruhigeren Wochen so eingerichtet hat, dass dein Kind allein ans Lavabo kommt, wie wir es in „Montessori Bad einrichten" beschrieben haben, hat in der Erkältungszeit weniger zu kämpfen. Die Haltung dahinter, Kindern echte Aufgaben zuzutrauen statt sie zu beschäftigen, haben wir gerade erst in „5 Montessori-Prinzipien für den Alltag zuhause" vertieft. Und auch in der Kita, wo mehrere Kinder gleichzeitig in einer Eingewöhnungsphase oder im laufenden Alltag stecken, wie wir es in unserem Artikel zur Kita-Eingewöhnung beschrieben haben, hilft eine eingespielte Routine mehr als jede Erinnerung von aussen.

Kontaktlos, gerade jetzt

Ein praktischer Punkt, den wir in der Erkältungszeit öfter hören: Ein normaler Pumpspender wird in einem Mehrpersonenhaushalt von allen angefasst, mit denselben Händen, die eigentlich gerade gewaschen werden sollen. Wenn alle in der Familie gleichzeitig schnupfen, ist das kein Gesundheitsversprechen unsererseits, aber ein nachvollziehbarer Alltagsgrund, warum ein kontaktloser Spender in diesen Wochen angenehmer ist.

Bei LAVO™ sitzt der Sensor unter dem Schnabel, Hände hinhalten genügt, niemand muss die Pumpe zusätzlich anfassen. Kein Drücken, kein Knopf. Der Akku hält dabei mehrere Monate, aufgeladen wird per USB-C, ganz ohne Batteriewechsel mitten in der Erkältungssaison. Wer neugierig ist, findet den LAVO™ Schaumseifenspender hier im Shop.

Fazit: Kleine Routinen, grosser Unterschied

Der Herbst bringt nicht mehr Aufwand, nur ein paar zusätzliche Momente, in denen Händewaschen naheliegt. Wenn diese Momente schon zur Routine gehören, statt jedes Mal neu erklärt werden zu müssen, ist das genau der Unterschied, der in stressigen, schnupfenreichen Wochen zählt.

Du musst dafür nichts Neues erfinden. Die Grundlage ist dieselbe, die schon das ganze Jahr funktioniert, nur jetzt mit ein, zwei Momenten mehr am Tag.